Socken stricken - selbstgemacht
Noch vor 100 Jahren war es selbstverständlich, dass sich Hausfrauen und Bäuerinnen am Abend mit selbstgemachter Wolle an den Kamin setzten und damit begannen, für die Familie Socken stricken und zwar in allen Formen, Farben und Größen.
Zu dieser Zeit war es noch undenkbar, Socken auf dem Markt zu kaufen, denn damals waren derartige Einkäufe für den normalen Menschen zu teuer. Zwar hatten Socken, die selber gestrickt waren, zumeist ihr eigenes und individuelles Aussehen, weil jeder einen eigenen Stil beim Stricken hat, doch sie erfüllten ihren Zweck.
Gerade zu jenen Zeiten, als die meiste Arbeiten Großteil draußen im Freien verrichtet werden mussten war es sehr wichtig, dass die Socken den Träger warm hielten uns das getragenen Schuhwerk perfekt passte.
Heute sieht es mit selbst Socken stricken ganz anders aus, denn kaum noch jemand tut sich den Aufwand selbst an, diese selbst zu produzieren. Erstens kommt es alles in allem sogar teurer, wenn man die Arbeit und den Kauf der Wolle rechnet. Gleichzeitig ist es in der modernen Neuzeit ein Luxus, für einen Artikel derartig viel Zeit aufzuwenden, den man um die Ecke beim Discounter um nur wenige Euros selbst erstehen kann.
Hier stellt sich allerdings die Frage, inwiefern man von Qualität sprechen kann, wenn die Socken nicht aus reiner Baumwolle, sondern aus synthetischen Plissee Stoffen bestehen. Die meisten Käufer haben kein Problem damit, diese billig fabrizierten Socken nach wenigen Malen wegzuwerfen, wenn sie keine Form mehr haben. So etwas war früher undenkbar, deshalb machten sich die Leute in damaliger Zeit immer wieder die Arbeit und Mühle, Löcher in Socken zu stopfen, was heute kaum noch jemand tut.